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Ident. Nr.: IV Ca 45772

ObjID: obj:107523

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 12,5 x 21,3 x 21,2 cm
Mündung: 17,2 cm
Wandstärke: 0,55 cm bis 0,7 cm

Objektbeschreibung

Schüssel mit einem geschlossenen, hohlen Standfuß, der mehrere Rasselkugeln enthält. Das Gefäß ist beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das restaurierte Objekt besitzt mehrere Bruch- und Fehlstellen.

Die Keramik besitzt eine weiß-bräunliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot und schwarz-braun bemalt wurde. Unterhalb des Randes befindet sich ein umlaufender Fries. Er besteht aus horizontalen, schwarz-braunen Linien, die ein Strich-Punkt-Dekor besitzen. Die Gefäßwand wurde in vier rechteckige Bildfelder gegliedert. Die gegenständigen Panele sind mit den gleichen Motiven verziert. Zwei Bilder zeigen ein rotes U-Element, das ein rechteckiges Feld mit einer Raubkatzendarstellung umschließt. Die beiden anderen Motive bestehen aus einem dünnen, gepunkteten Körper, der eine kreisähnliche Form bildet. Die Leerfelder werden durch rote Kreuzgitterstrukturen eingenommen. Lothrop (1926) interpretiert die vier Bildfelder als "two headed monster, type A. Das U-Element scheint das weit geöffnete Maul einer Raubkatze darzustellen. Auf den katzenähnlichen Charakter der Abbildungen verweisen auch die schwarz-braunen Körperzeichnungen. Am Gefäßrand verläuft beidseitig ein rotes Band. Die Innenseite der Schüssel wird durch ein hochständiges, umlaufendes Band dekoriert. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware.

Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora Gruppe wurde im Nordwesten von Costa Rica hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Sie verwendet gestalterische Elemente (sitzende anthropomorphe Figuren mit Kopfschmuck, Matten-Motiv, Kan-Kreuz), die auch aus der Maya-Keramik (Copador-Gruppe) des Clásico Tardío (900-600d.C.) bekannt sind. Die Variante wurde sowohl in Bestattungen als auch in Siedlungskontexten dokumentiert. Sie tritt nicht in Nicaragua auf.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.