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Ident. Nr.: IV Ca 45792

ObjID: obj:107543

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Tardía (1350 - 1550)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 11,5 x 22 x 21,2 cm
Mündung: 20,6 cm
Wandstärke: 0,5 cm

Objektbeschreibung

Große, fragmentierte Schüssel mit geradem Rand. Das Objekt besitzt einen gewölbten Boden. Es wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine matte Außenseite ist polychrom bemalt. Die rot-orange Farbe wurde nach der schwarz-braunen Verzierung aufgetragen. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das restaurierte Objekt besitzt eine große Fehlstelle.

Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes schwarz-braun und rot-orange bemalt wurde. An der Wand erscheint ein unterrandständiger, umlaufender Fries, der stilisierte Stufenelemente zeigt. An dem Ornamentband setzen vier große, halbkreisförmige Bildfelder an, die den Körper verzieren. Sie bestehen aus einem rot-orangen Halbkreis, der von zwei konzentrischen Ringen umgeben ist. Die bandförmigen, schwarz-braunen Ringe werden durch eine rot-orange Linie voneinander getrennt. Sie besitzen schräge Linienbündel, die an Textil oder Flechtwerk erinnern. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Am Rand verläuft ein rot-oranges Band. Symbolische Bedeutung: das stark stilisierte Zentralmotiv stellt nach Lothrop (1926) den geöffneten Rachen einer Schlange dar, der in Frontalperspektive erscheint. Lehmann (1913) ordnet die Verzierung seinem "Chorotega-Stil" zu. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, conventionalized serpent pattern, type H.

Kulturelle Bedeutung: die diagnostischen Verzierungen der Variante erscheinen auch in der Gruppe Jicote Policromo, variedad lazo (1350-1000d.C.). Sie sind darüber hinaus aus dem Guasave- (1400-700d.C.) und dem Aztatlán-Komplex (Fundort Culiacán, 1530-900d.C.) des nordwestlichen Mexico (Bundesstaaten Sinaloa und Nayarit) bekannt (Ekholm 1942; Kelly 1945; Stevenson-Day 1984: 310).
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}