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Ident. Nr.: IV Ca 46056

ObjID: obj:107807

Details (Expert)

Beteiligte
José Maria Velasco (1909),
Vorbesitzer*in
Datierung
Policromo Medio (800 - 1350)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Santa Cruz,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 23,4 x 21,2 x 21,5 cm
Mündung: 9 cm
Wandstärke: 0,7 cm

Objektbeschreibung

Dreibeiniges, rundbodiges Gefäß mit stark einziehender Wand und verengter Mündung. Die schnabelförmigen, hohlen Beine setzen am Boden des Gefäßes an. Sie besitzen eine schmale, horizontale Öffnung und Rasselkugeln. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist polychrom bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das fragmentierte Gefäß besitzt mehrere Bruch- und Fehlstellen.

Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die rot-orange und schwarz-braun bemalt wurde. Auf der Außenseite der Gefäßwand befinden sich zwei umlaufende Friese, die aus ineinander verzahnten Stufenelementen bestehen. Beide Bildsequenzen sind durch mehrere horizontale, rot-orange Bänder begrenzt. Die Ansätze der rot-orange bemalten Beine werden durch zwei konzentrische Ringe markiert. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Nach Bransford 1881: Sta. Helena ware. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware.

Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. Die Keramik diente als überregionale Handelsware. Ähnliche Stufenelemente sind unter anderem aus der Gruppe Cholula Policromo (1520-1200d.C.) bekannt. Das Konvolut Velasco umfaßte ursprünglich 896 Objekte.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}