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Ident. Nr.: IV Ca 47476

ObjID: obj:109260

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 11,7 x 18,2 x 27,7 cm

Objektbeschreibung

Vierbeinige, rundbodige Schüssel. Das Objekt besitzt zwei gegenständige, hohle Protomen, die den Kopf und den Schwanz eines Alligators darstellen. Der Bodenansatz wird durch eine Wulst verziert, die über bohnenförmige Auflagen verfügt. Die vier konischen, hohlen Beine besitzen ein gemaltes Dekor. Das Objekt ist beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert und hoch poliert. Gefäßwand, Protomen und Beine haben aufgesetzte, geritzte und gravierte Verzierungen. Das stark fragmentierte Gefäß besitzt etliche Fehlstellen.

Die Keramik hat eine rot-braune Grundfarbe, die weiß-gelblich bemalt ist. Die Außenseite der Schalenwand wird durch zwei gegenständige, rechteckige Ornamentbänder verziert. Sie bestehen aus mehreren Bildfeldern in denen zwei horizontale Wellenlinien erscheinen, die ineinander verschlungen sind (Guilloche-Motiv). Die geritzten Verzierungen werden durch ein echsenförmiges Kopf- und Schwanzprotomen voneinander getrennt. Das dargestellte Wesen besitzt ein halb geöffnetes Maul. Auf den Gefäßbeinen erscheint ein horizontales Streifendekor. Das grundierte Objektinnere blieb unverziert. Symbolische Bedeutung: das Guilloche-Motiv wird häufig (Ferrero 1975: 405) als zwei Schlangenleiber interpretiert, die ineinander verschlungen sind. Es kann aber auch Textil oder Flechtwerk symbolisieren. Nach Lothrop 1926: orange brown ware. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil.

Kulturelle Bedeutung: der Typ ist sowohl aus Bestattungen als auch aus Siedlungskontexten bekannt. Seine Keramiken zeigen gestalterische Einflüsse aus dem Zentralen Hochland und der Atlantischen Abdachung von Costa Rica.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.