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Ident. Nr.: IV Ca 48871 q

ObjID: obj:110630

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
Bicromo en zonas (500 v.Chr. - 500 n.Chr.)
Geografische Bezüge
Guanacaste,
Provinz
Filadelfia,
Kanton
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 14,8 x 19,2 x 7 cm

Objektbeschreibung

Randscherbe eines sehr großen Gefäßes. Das Objekt besaß eine konkave Wand mit ausziehendem Rand. Das Fragment wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert und bemalt. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert.

Das Objekt besitzt eine rote Grundierung, die auf der Innenseite der Keramik schwarz bemalt ist. Die Verzierung besteht aus vertikalen Linienbündeln, die wahrscheinlich mit einer tiefstehenden, umlaufenden Linie verbunden waren. Obwohl die Außenseite der Gefäßwand nicht grundiert ist, zeigt sie ebenfalls ein vertikales, schwarzes Linieardekor. Die oberen Partien des umlaufenden Ornamentbandes wurden zweifach bemalt. Der Boden des Objekts war wahrscheinlich ebenfalls grundiert. Nach Lothrop 1926: Nicoya black line ware, hanging line motive. Nach Lehmann 1913: El Viejo-Stil.

Kulturelle Bedeutung: Gebrauchskeramik. Die Gruppe tritt fast ausschließlich in Siedlungskontexten auf. Der Typ wurde bisher nur südlich der Bahía de Culebra und westlich des Río Tempisque dokumentiert. Seine Objekte sind mit dem El Bosque Komplex (El Bosque Rojo sobre Agamuzado) des atlantischen Tieflands verwandt. Das Objekt gehört zu einem Konvolut dekontextualisierter Objekte, die Lehmann im März 1908 in einem Gräberfeld bei El Viejo fand. Allein aus der Huaca A sollen 480 Objekte stammen. Sie umfassen neben Keramiken auch Beile, Reibsteine, Muscheln und “Grünsteine“. Letztere waren mit Körperbestattungen assoziiert.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}