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Dreireihig chromatische Harfe

Ident. Nr.: 2380

ObjID: obj:1106736

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
1685/1800
Geografische Bezüge
Material / Technik
Ahorn, Fichte, Nussbaum, Metall, Papiermaché, Darm
Abmessungen
Höhe x Breite: 2100 x 720 mm

Objektbeschreibung

Saitenzahl: 74 (links 26, Mitte 22, rechts 26)
Umfang: C1 - f 2
Mensuren: links 291 und 1171, Mitte 160 und 1110,
rechts 128 und 1114
11späniges Korpus

Beide äußere Saitenreihen diatonisch, die mittlere Reihe chromatisch gestimmt. Abschluss der Vorderstange durch später hinzugefügten Tierkopf. Je 3 parallel angeordnete, kreisförmige Schalllöcher; eine runde Öffnung im Bassbereich links, dazwischen sternförmig angeordnete Fünflochöffnungen.

Schäden und Restaurierungen
Alte Reparaturen sind sichtbar und innen ausgeführt.
1948 hat die Firma Josef Löffler & Sohn umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt, die nicht protokolliert worden sind, 1950 Hans Zimbal den Kopf gekittet, abgebrochene Stücke der Schnitzerei mit flüssigem Holz nachmodelliert und altvergoldet.

Herkunft
Das Instrument wurde 1902 aus dem Nachlass Snoeck für die Sammlung angekauft.

Letzte Aktualisierung: 09.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Musikinstrumenten-Museum

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Gitarre

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René François Lacôte (ca. 1785–1868) war einer der bedeutendsten französischen Gitarrenbauer. Er gilt als einer der wichtigsten Instrumentenbauer der frühen Romantik und arbeitete hauptsächlich in Paris. Bekannt wurde er für seine herausragend gut gearbeiteten Konzertgitarren, die sowohl in technischer als auch in klanglicher Hinsicht sehr fortschrittlich waren.Als Schüler von Joseph Pons entwickelte und verbesserte er die Ideen seines Meisters weiter: er war stets bestrebt, die Konstruktionen seiner Gitarren zu verbessern um den Bedürfnissen der Gitarristen gerecht zu werden. So hat er nicht nur die klanglichen Qualitäten seiner Gitarren optimiert, sondern auch ergonomische Überlegungen umgesetzt. Seine Verbesserungen fanden durch intensive Kollaborationen mit berühmten Gitarristen wie Sor, Aguado, Carulli, Giuliani e Coste, statt. Im Jahr 1839 und 1844 gewann Lacôte Preise für seine Gitarren bei den „Expositions Universelles de Paris“. Die Gitarre mit Standvorrichtung (Guitare sur pied) ist vermutlich eine seiner Entwicklungen. Ein Original befindet sich im Musée de la musique in Paris. Die hier gezeigte Gitarre geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf dieses Vorbild zurück.ZustandsbeschreibungDie Gitarre trägt viele Gebrauchspuren und Risse in der Decke. Umbaumaßnahmen sind am Wirbelbrett, am Halsfuß und am Boden unter UV-Licht erkennbar. Die Schallloch-Ornamente wurden vom Vorbesitzer erneuert. Es gibt keine Signatur. Das Instrument ist nicht spielbar.