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Ident. Nr.: IV Ca 49142

ObjID: obj:110901

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Datierung
500 - 1550
Geografische Bezüge
San José,
Stadt
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 6,5 x 8,8 x 7,5 cm

Objektbeschreibung

Kleine, hohle Keramik, die einen anthropomorphen Schädel darstellt. Das Objekt besitzt eine Rasselkugel. Es wurde geglättet, geschlämmt, grundiert und bemalt. Grundierung und Bemalung sind sehr stark erodiert.

Die skulpturierte Keramik besaß eine weiß-bräunliche Grundfarbe, die schwarz-braun und rot bemalt wurde. Das schädelförmige Objekt hat eine große Nase, rechteckige Augenhöhlen und einen geöffneten, rechteckigen Mund. Augenbrauen und Ohrschmuck wurden besonders hervorgehoben. Die Gesichtsbemalung zeigte schwarz-braune und rote Punkte. Die Mundpartie wurde rot verziert. Anstelle der Lippen befinden sich mehrere, senkrechte Eintiefungen. Symbolische Bedeutung: Hartman (1907) und Ferrero (1975) bilden schädelähnliche Miniaturen ab, die aus Stein bestehen. Sie stammen ebenfalls aus der Region Gran Nicoya und werden als Keulenköpfe interpretiert. Die Archäologica verfügen jedoch im Gegensatz zu dem inventarisierten Objekt über zwei gegenständige Öffnungen, die sich am Schädeldach und an der -basis befinden. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware figurine.
(Künne 2004)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.