Weißer Hahn auf einer Trommel
Ident. Nr.: 6265-19.233
ObjID: obj:1142952
Stiftung Meyer-Grosse, 1919
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeit1825 (späterer Druck)
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Surimono mit stark beriebenem Gold- und Silberdruck (kinginzuri) und Blinddruck (karazuri), signiert: Aoigaoka Hokkei
- Abmessungen
- Blattmaß: 21,1 x 18,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1142952
Objektbeschreibung
Surimono ("Drucksache") erschienen ab Mitte des 18. Jahrhunderts in kleinen Auflagen als kostbare, kleinformatige Geschenkblätter. Dieses privat gedruckte Surimono verbirgt als Bildkalender (egoyomi) die Jahresbezeichnung für 1825 in Form des Hahnes als Tierkreiszeichen und die Monatsangaben auf der Trommel. Darüber hinaus dient der Hahn auf der efeuumrankten Trommel als Symbol für den Frieden, in Anspielung an eine chinesische Legende. Demnach versank in der friedvollen Regierungszeit des mythischen Kaisers Yao (3. Jahrtausend v. Chr.) die Kriegstrommel in Vergessenheit. Pflanzen umrankten sie und Hühner nisteten darin. Das Gedicht von Suidô Gyôkei besagt, daß aus tausend Dörfern die miteinander wetteifernden Hahnenschreie erklingen. Totoya Hokkei, der ursprünglich Fischhändler gewesen war, studierte bei dem Kanô-Maler Yôsen-in (1753-1808) und später bei Katsushika Hokusai (1760-1849). Er gilt als einer der besten Surimono-Meister des frühen 19. Jahrhunderts. Neben privaten Druckaufträgen illustrierte er auch Anthologien der damals äußerst populären Scherzgedichte (kyôka) und schuf kommerzielle Holzschnitte. Ein zweiter Druck im Besitz des Völkerkunde-Museums in Leiden zeigt im Gefieder des Hahnes andere Konturen. Da dieser Druck zu den Erstausgaben gehört, ist das Berliner Blatt möglicherweise ein späterer Druck.
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de