Hirsche und Fledermäuse
Ident. Nr.: 3600
ObjID: obj:1142995
Schenkung Marie Meyer und Ernst Grosse
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Edo (Tokugawa)-Zeitdatiert Bunka 10 (1813)
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide
- Abmessungen
- Bildmaß: 151 x 71 cmHöhe x Breite: 204 x 98 cm (Montierung)
- Erwerbung
- Schenkung von Marie Meyer und Ernst Grosse 1919
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1142995
Objektbeschreibung
Als Homonyme der chinesischen Worte für “Glück (fu)“ und “Wohlstand (lu)“ sind Fledermäuse respektive Hirsche Glück verheißende Symbole und zählen deshalb zu den beliebtesten Motiven der ostasiatischen Malerei. Grüner Bambus und Zunderpilze versinnbildlichen langes Leben, das den chinesisch inspirierten Dreiklang der hier illustrierten positiven Eigenschaften komplettiert. Diese im Alter von 20 Jahren gemalte Komposition entstand wohl als Glückwunschbild für einen Förderer des jungen Universalgelehrten Watanabe Kazan, der nicht nur als Maler und Dichter berühmt war, sondern sich auch als Forscher und Förderer auf dem Gebiet der Holländischen Wissenschaften (j. rangaku) in Japan hervortat.
Das Bild gehört zu den frühesten bekannten Arbeiten Kazans, der erst vier Jahre zuvor sein Malereistudium bei Tani Bunchō (1763–1840) aufgenommen hatte. Bunchōs Einfluss ist im sorgfältigen, weichen Pinselduktus und der realistischen Wiedergabe der Tiere und Pflanzen sowie dem Schriftstil der Signatur deutlich erkennbar.
[SM8HF]Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de