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Der über die Berge kommende Amithaba (jap. Amida) mit Boddhisattvas

Ident. Nr.: 5707

ObjID: obj:1249808

Details (Expert)

Datierung
Kamakura-Zeit
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 102 x 49,7 cm

Objektbeschreibung

Majestätisch in strenger Frontalansicht erscheint die Halbfigur des Amida Nyōrai über einer Bergkette. Die goldenen Strahlen seines Kopfnimbus erstrecken sich bis ins Haus eines Sterbenden (rechts unten). Zehn Bodhisattvas schweben, auf Lotosblüten sitzend, zwischen den Bergen auf stilisierten Wolken hernieder. In ihren Händen halten sie die nötigen Utensilien bereit, um die Seele des Verstorbenen in Empfang zu nehmen und ins Westliche Paradies zu geleiten. Einige der Begleiter Amidas spielen Querflöte, Shō-Flöte oder Biwa-Laute und unterstreichen den feierlichen Charakter des Ereignisses. Unter den Bodhisattvas können Kannon, Seishi, Fugen und Jizō identifiziert werden.
Die Darstellung des “über die Berge kommenden Amida”, Yamagoshi no Amida, ist eine Variante der Herabkunft des Amida. Sie wird vor allem von jenen Schulen des Buddhismus verehrt, die den Gläubigen Erlösung durch Anrufung eines Namens Amidas in Aussicht stellen.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]