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Ansicht des Westsees

Ident. Nr.: 1980-3 a

ObjID: obj:1249827

Details (Expert)

Beteiligte
Kanō-Schule,
Hersteller*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
1. Hälfte 17. Jahrhundert
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 143,5 x 347,3 cm
Höhe x Breite: 165 x 370,7 cm (Montierung)

Objektbeschreibung

Aufgrund seiner reizvollen Lage und der religiösen Bedeutung als Wiege des Chan-Buddhismus (j. Zen), gehört der bei Hangzhou (Provinz Zhejiang) gelegene Westsee seit alters her zu den beliebtesten Reisezielen in China. Berühmte Dichter und Künstler pilgerten dorthin und ließen sich von der überwältigenden Schönheit der Natur inspirieren. Bereits seit der Song-Zeit (979–1279) erscheint das Motiv in der Malerei Chinas, vor allem als eine der „Acht Ansichten der Landschaften um die Flüsse Xiao und Xiang“. In Japan erfreuten sich Darstellungen des Themas in der Momoyama- (1568–1603) und Tokugawa-Zeit (1615–1868) einiger Beliebtheit. Häufig wurden Panoramaansichten des Westsees, wie diese Werkstattarbeit des in Kyoto tätigen Zweigs der Kano-Schule, auf Stellschirmen und Schiebetüren dargestellt. Obwohl es sich dabei um Bilder einer real existierenden Landschaft handelt, entsprechen die japanischen Interpretationen selten dem tatsächlichen Aussehen des Ortes. Denn die Maler kannten die viel gerühmte Landschaft meist nur aus Erzählungen oder der Bildtradition. Zudem modifizierten sie die Topographie häufig zugunsten einer harmonischen Komposition. Motive wie Steinbrücken oder Tempel genügten jedoch, um die Assoziation des Westsees hervorzurufen.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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