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Der weiß gewandete Bodhisattva Avalokiteshvara (Byaku-e Kannon)

Ident. Nr.: 220

ObjID: obj:1249830

Schenkung Wilhelm von Bode, Ehemals Sammlung Hayashi Tadamasa

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Kichizan Minchō 吉山明兆 (1352 - 1431),
Künstler*in
Datierung
Muromachi-Zeit
1. Hälfte 15. Jh.
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Material / Technik
Hängerolle, Tusche auf Seide
Abmessungen
Bildmaß: 78 x 30,2 cm

Objektbeschreibung

Das Kinn auf die Handrücken gestützt, sitzt der in weiße, wallende Roben gekleidete Bodhisattva Kannon in lässiger Haltung auf einem grasbewachsenen Felsen am Ufer eines Wasserlaufs. Tief in Gedanken versunken richtet er seinen Blick auf die sich leicht kräuselnde Wasseroberfläche. Die weiche, feuchte Tuschestimmung unterstreicht die meditative, entspannte Atmosphäre der Szene. Einen reizvollen Kontrast zum Tuschelavis der Felsen bilden die scharfen, eckigen Konturen der Kiefernäste. Der große Nimbus ist durch Aussparung des Seidenuntergrundes gestaltet.
Das Thema des am Wasser entspannt meditierenden Bodhisatva Kannon trat in Japan häufig in der Zen-buddhistischen Malerei des 14. bis 17. Jahrhunderts auf. Es spiegelt die Sehnsucht der Mönche nach einem zurückgezogenen Leben in den Bergen, im Einklang mit der Natur. Die weiße Robe symbolisiert die Reinheit des Geistes sowie Bescheidenheit und Genügsamkeit.
Die Signatur und das Siegel in der unteren linken Bildecke nennen den bedeutenden Mönchsmaler Kichizan Minchō (1352–1431) als Schöpfer dieses Werkes, aber die Autorschaft ist fraglich.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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