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Schaukeln (츄쳔하는모양 ch'yuch'yǒn hanǔn moyang)

Ident. Nr.: I D 44032

ObjID: obj:131889

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Georg von Moellendorff (17.2.1847 - 20.4.1901),
Sammler*in
Zuordnung unsicher: Heinrich F.J. Junker (1889 - 1970),
Sammler*in
Ostasiatische Sammlung (1951),
Vorbesitzer*in
Datierung
um 1875
Geografische Bezüge
Korea,
Land
Abmessungen
Blattmaß: 25,2 x 20,6 cm
Passepartout: 53 x 39 cm

Objektbeschreibung

Das Schaukeln gehört zu den traditionellen Aktivitäten junger Frauen während des Dano-Festes, das am fünften Tag des fünften Monats des koreanischen Mondkalenders (der 2015 auf den 20. Juni fällt) gefeiert wird. Ein Mädchen steht auf dem Schaukelbrett, umringt von anderen Mädchen und Frauen, die warten, dass sie an die Reihe kommen. Die verheirateten Frauen sind an ihrem um den Kopf gewundenen Zopf erkennbar.
Nach: Maya Stiller in: Entdeckung Korea! Schätze aus deutschen Museen, Seoul 2011, S. 200
Oben rechts: Hangul-Aufschrift 츄쳔하는모양 + Künstlersiegel (chin.): 箕山

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.