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Nudelherstellung mit der Teigpresse (국수누르는모양 kuksu nurŭnŭn moyang)

Ident. Nr.: I D 44050

ObjID: obj:131907

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Georg von Moellendorff (17.2.1847 - 20.4.1901),
Sammler*in
Zuordnung unsicher: Heinrich F.J. Junker (1889 - 1970),
Sammler*in
Ostasiatische Sammlung (1951),
Vorbesitzer*in
Datierung
vor 1882
Weitere Titel
Nudelherstellung mit der Teigpresse (국수누르는모양 kuksu nurŭnŭn moyang)
Fischer am Meer
Geografische Bezüge
Korea,
Land
Abmessungen
Blattmaß: 25,4 x 20,3 cm
Passepartout: 53 x 39 cm

Objektbeschreibung

Abbildung der Nudelherstellung mit der Teigpresse: Das Bild illustriert die Arbeit an einer Nudelpresse, wie sie im ausgehenden 19. Jahrhundert in Korea üblich war. Die Szene in der Küche eines Hauses zeigt einen Diener, der sein gesamtes Körpergewicht rücklings auf einen Balken drückt. Der Balken presst den Nudelteig durch eine Matrize direkt in das sprudelnde Wasser, das sich in einem darunter stehenden Topf über der Feuerstelle befindet. Der Koch unterstützt manuell den Mechanismus der Presse. Vom Nebenzimmer verfolgt die Hausherrin, auf einer Matte sitzend und eine lange Tabakpfeife rau¬chend, vergnügt das emsige Treiben der Bediensteten.
Nach: Maya Stiller in: Entdeckung Korea! Schätze aus deutschen Museen, Seoul 2011, S. 198
Oben rechts: Hangul-Aufschrift 국수누르는모양 + Künstlersiegel (chin.): 箕山

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.