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Ident. Nr.: I D 45105

ObjID: obj:134308

Details (Expert)

Beteiligte
Gerda Hagen († vor 1994),
Sammler*in
Datierung
Ende 19. Jh. / Anfang 20. Jh.
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Material / Technik
Lack; Goldmalerei
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 3,9 x 9,7 cm

Objektbeschreibung



Diese flache Lackschale aus Japan ist für den Genuss von Sake, einem alkoholischen Getränk aus poliertem Reis bestimmt. Sie besteht aus Holz mit Urushi-Lack, einem speziellen Harz des Urushi-Baums (toxicodendron vernicifluum), der in ostasiatischen Ländern wie Japan und China schon seit mehreren Jahrhunderten zur Veredelung von Essgeschirr, Vasen, Tabletts, Schmuck und Vielem mehr verwendet. Die Handwerkskunst kann nur von geübten Fachleuten ausgeführt werden, denn der flüssige Rohstoff enthält giftige Bestandteile, die bei Hautkontakt starke allergische Reaktionen hervorrufen. Der Lack wird in vielen Schichten deckend aufgebracht, die häufigsten Farben sind Rot und Schwarz, häufig mit Goldmalerei.

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.