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Nawab von Bhawulpore

Ident. Nr.: n/a

ObjID: obj:1349123

Credit: ehem. Bestand Berliner Anthropologische Gesellschaft, im Besitz SMB-PK, Ethnologisches Museum

Details (Expert)

Datierung
1877
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Indien,
Land
Madhya Pradesh,
Bundesstaat
Bhopal,
Fürstentum
Bhopal,
Stadt
Material / Technik
Foto auf Karton aufgezogen
Abmessungen
Bildformat (Foto): 33,6 x 25,7 cm
Kartonformat (Foto): 40,1 x 31,7 cm

Objektbeschreibung

Ganzkörperportrait von Sultan Shah Jehan (1844-1860; 1868-1901), Begum von Bhopal. Auf dem Tisch stehen eine Vase mit Blumen und zwei Bücher. Sie trägt eine gepunktete Kurta, die mit einer glänzenden Borte abschließt und eine an den Waden enganliegende Pajama. Des weiteren trägt sie einen mit Perlen geschmückten Kopfaufsatz, Perlenohrringe und Armreifen. Um die Schultern trägt sie eine Zeremonialkette, deren Mittelstück eine Darbarmedaille mit dem Portrait von Queen Victoria bildet. Die Aufnahme besticht durch den offenen, herausfordenden Blick der Begum, was in der von Purdah geprägten muslimischen Gesellschaft Bhopals als ungewöhnlich erscheint. (Meinung von Prof. J.K. Bautze; Institut für Kunstgeschichte Berlin: Foto wurde vermutlich von weiblicher Person aufgenommen, weil sich Sultan Shah Jehan sonst nur verschleiert zeigte, wie auf anderen Darbar-Fotografien zu erkennen ist).
Begum trägt glänzenden Umhang mit Abzeichen in Sonnenform und Kette mit Plakette eines Frauenkopfportraits (Indische Kaiserin Queen Victoria?). Linker Bildrand: Tisch mit Tischtuch, Blumenvase und Büchern.

Biografie
- geb. 29.Juli 1838, gest. 16.Juni 1901
- Königlicher Titel Sultan Shahjahan Begum
- Regierungszeit: 1844-60 / 1868-1901
- Autorin zahlreicher Bücher in Urdu
- Mitiniatiatorin beim Bau der Taj-ul-Masjid/
Bhopal
- trieb Spenden ein für Gründung des
Muhammadan Anglo-Oriental College in
Aligarh (später Aligarh Muslim University)

Shah Jehan Begum ließ eine ausgedehnte Kleinstadt erbauen, die nach ihr Shahjahanabad genannt wird. Sie erbaute weiterhin viele Gebäude – Taj mahal, Ali Manzil, Amir Ganj, Barah Mahal, Ali Manzil, Benazir-Komplex, Khawasoura, Mughalpura, Nematpua und Nawab Manzils. Noch heute kann man die Ruinen des Taj Mahal und einige glorreiche Teile sehen, die den Zahn der Zeit überdauert haben. Barah Mahal und Nawab Manzil haben ebenfalls den Zahn der Zeit widerstanden. In Woking ließ sie die erste Moschee Englands bauen, die nach ihr benannte Shah-Jehan-Moschee. Während ihrer Regentschaft, im Jahr 1900, führte das vollständige Ausbleiben des Monsunregens für eine schwere Hungersnot in Bhopal.
Das Tragen des Portraitbildes der Queen Victoria (?) könnte man damit erklären, dass bereits ihre Mutter, Sikander Jehan Begum, während der Rebellion 1857 auf der Seite der Briten stand und Revolten gegen die Briten in ihrem Fürstentum bereits im Anfangsstadium niederschlagen ließ.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

4 teilig, Brettschenwebstuhl für Baumwollgürtel.Bespannter Webstuhl, um weißes und dunkelblaues Baumwollgarn zu einem Gürtel mit Streifenmuster zu verweben. Kettbaum und Webschwert sind mit Schnitzereien versehen.Herstellung der TextilienDie Herstellung von Textilien, von der Faser bis zum fertigen Kleidungsstück, gehört zur Domäne der Frauen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen in den nördlichen Breitengraden, in denen die Ainu leben, werden die Fasern vor allem aus dem Bast von Bäumen, hauptsächlich Ulmen, aber auch Linden, gewonnen. Die Rinde wird direkt vom Baum abgeschält, während er noch steht, und der Bast, die faserige Innenschicht, wird von der dunklen Rinde auf der Außenseite getrennt. Diese Fasern werden gekocht und zerstoßen, um sie weicher zu machen. Anschließend wird der Bast in feinere Fasern geteilt und schließlich zu Fäden verzwirnt. Die von den Ainu verwendete Webausrüstung ist einfach. Die Weberin hängt die gebündelten Kettfäden mit einem Haken an den Hauspfeiler oder im Sommer an einen Baum und legt sich einen Gürtel um den Rücken, um die Spannung der Fäden aufrechtzuerhalten. Die Stoffbahnen werden zu einer Art Mantel zusammengenäht, ähnlich wie bei einem Kimono, und mit bandartigen Applikationen aus importierter japanischer Baumwolle verziert, die anschließend bestickt werden. Diese Applikationen verlaufen entlang der Säume, den Öffnungen des Kleidungsstücks, und sind auf dem Rücken angebracht. Sie haben einen apotropäischen Charakter und sollen den Träger des Gewandes vor dem Bösen schützen.

Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}