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Schlafende Nymphe

Ident. Nr.: 7243

ObjID: obj:1368391

Details (Expert)

Beteiligte
Giambologna (1541-1608),
Bildhauer*in
Datierung
um 1600
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 20,5 x 34 x 15,4 cm

Objektbeschreibung

Ein klassisches Thema in der Kunst der Renaissance war die liegende weibliche Figur, die Maler und Bildhauer gleichermaßen inspirierte. Bei Sammlern erfreute sich Giambolognas Version dieses Themas großer Beliebtheit: eine auf einem Liegesofa ruhende, ganz im Traum versunkene Aktfigur, die gelegentlich auch in Kombination mit einem sich heranschleichenden Satyr vorkommt. Angesichts des in makelloser Schönheit präsentierten Körpers war die genaue Benennung der Dargestellten stets von untergeordneter Bedeutung. So wurde zum Beispiel ein Exemplar der Bronze, das Großherzog Francesco I. de´ Medici seinem Bruder, dem Kardinal Ferdinando, sandte, in einem Schreiben von 1584 lapidar als eine schlafende nackte Frau („nuda in atto di dormire“) beschrieben. In späterer Zeit sah man in Giambolognas Komposition zwar gelegentlich auch eine Darstellung der Venus, doch wurde sie bereits 1611 als Nymphe bezeichnet.

Letzte Aktualisierung: 16.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Blattornamenten

Würfelkapitell mit Blattornamenten

Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. Aus einem mittig unter der Kämpferplatte hervorragenden Knopf wächst eine sich nach unten schildartig ausbreitende Palmette, deren oberer Rand nach vorn umgeschlagen ist. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)