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Landschaft an der Amstel mit Badenden

Ident. Nr.: KdZ 5212

ObjID: obj:1368736

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Constantijn Daniel van Renesse (1626.09.17),
Zeichner*in
frühere Zuschreibung: Rembrandt Harmensz van Rijn (1606 - 1669),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1653
Abmessungen
Blattmaß: 14,6 x 27,3 cm

Objektbeschreibung

Rembrandt zeichnete häufig in der unmittelbaren Umgebung Amsterdams. Ein bevorzugtes Ausflugsziel war die in vielen Krümmungen dahinfließende und abwechslungsreiche Ansichten bietende Amstel. Er skizzierte in der Natur, viele Landschaftsstudien aber vollendete er im Atelier oder brachte sie dort aus der Erinnerung aufs Papier. Auch die Berliner Flußlandschaft gibt vermutlich einen Abschnitt an der Amstel wieder. Um die Illusion räumlicher Tiefe hervorzurufen, fügte Rembrandt im Vordergrund einen Mann ein, der wohl gerade aus dem Wasser steigt. Andere Badende erkennt man im Mittelgrund rechts. Mit breiten, skizzenhaften Rohrfederzügen, unterstützt vom schattierenden Pinsel, sind diese Partien ausgeführt. Ganz im Hintergrund – allein mit dem Pinsel zart angedeutet – verschwimmen im sommerlichen Dunst die Türme einer Stadt, vermutlich Amsterdams.
Die Landschaft scheint spontan, gleichsam wie im Vorübergehen, entstanden zu sein. Aber daß Rembrandt die skizzenhafte Zeichenmanier als Stilmittel wählte, und daß er auch bei seinen Landschaftsstudien nichts dem Zufall überließ, beweisen die Deckweißkorrekturen über zwei horizontalen Strichelchen rechts neben der Windmühle, die durch Oxydation im Laufe der Jahre sichtbar wurden.

Text: Holm Bevers in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 214f., Kat. IV.64 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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