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Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer (Deesis)

Ident. Nr.: 2193

ObjID: obj:1373071

Details (Expert)

Datierung
13. Jahrhundert
Abmessungen
Höhe: 4,8 cm
Breite: 4,2 cm
Erwerbung
1892 erworben

Objektbeschreibung

Das Medaillon hat die Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken. Es trägt die Darstellung der Deesis, das heißt Fürbitte, in ihrer dreifigurigen Ausprägung. In der Mitte thront frontal Christus, ein Buch in seiner linken Hand, die rechte im Redegestus vor die Brust geführt, auf einem Thron mit gedrechselten Beinen. Seine Füße ruhen auf einem Fußschemel (Suppedaneum). Zur Rechten Christi steht seine Mutter Maria, zu seiner Linken Johannes der Täufer. Sie wenden sich leicht vorgeneigt und mit bittend erhobenen Händen Christus zu. Alle drei Figuren sind durch Nimben ausgezeichnet, in den Nimbus Christi sind Kreuzhasten als Zeichen seines Todes am Kreuz eingezeichnet. Zuseiten seines Kopfes wird er durch seinen griechischen Namenskürzel IC XC für 'Jesous Christos' noch einmal ausdrücklich bezeichnet. Die linke Buchstabengruppe ist durch einen Ausbruch an der oberen Kante des Medaillons fast völlig zerstört.
Maria und Johannes der Täufer galten durch ihr besonderes Verhältnis zu Christus - Maria als Mutter, Johannes als Vorläufer Christi - als besonders geeignet, als Vermittler zwischen den Menschen und Christus zu dienen. So entstand der Bildtypus der Deesis, also Fürbitte, in dem die beiden für die Vergebung der Sünden der Menschen bitten.
Das Medaillon wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.

Letzte Aktualisierung: 24.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.