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Eid beim Genius des Kaisers wegen Verletzung priesterlicher Vorschriften

Ident. Nr.: P 6889

ObjID: obj:1384515

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Sammler*in
Datierung
Genauer: 30. August 159 – 28. August 160 n.Chr.
Weitere Titel
Sammlungstitel: Eid beim Genius des Kaisers wegen Verletzung priesterlicher Vorschriften
Übersetzung: Oath to the imperator because of violation of religios rules
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Stärke: 11 x 12 x 0,03 cm

Objektbeschreibung

Abschrift einer eidlichen Erklärung (nur Beginn mit dem Eid erhalten) von 5 Priestern des Soknopaios an den Strategen Hierax und den Königlichen Schreiber Teimagenes über eine Untersuchung, die sie in deren Auftrag über ihren Mitpriester Panephremmis, Sohn des Horos, durchgeführt haben, dem von Pasis, Sohn des Neilos, beim Idios Logos vorgeworfen wurde, sein Haar lang wachsen zu lassen und wollene Gewänder zu tragen.

Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum

Nach BerlPap: https://berlpap.smb.museum/01763/


Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).