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Ident. Nr.: I D 46908 a-k

ObjID: obj:138865

Details (Expert)

Beteiligte
Zhang Heng 張 衡 (78 - 139),
Konstrukteur*in des Originals
Ostasiatische Sammlung (1951),
Vorbesitzer*in
Datierung
1952
Geografische Bezüge
China,
Land/Region
Material / Technik
Holz
Abmessungen
Höhe: 425 cm (Seismoskop)
Durchmesser: 355 cm (Seismoskop)
Höhe x Breite: 8 x 5 cm (Figur)

Objektbeschreibung

Nachbildung eines hanzeitlichen Seismographen ( chin.: 地 動 儀 Di dong yi ) in Form eines vasenähnlichen Deckelgefäßes, ursprünglich aus Bronze, hier aus Holz:
Acht mit den Köpfen nach unten weisende Drachen sind in gleichmäßigem Abstand am Oberrund des Hohlgefäßes angebracht. Sie halten in den mit beweglichen Kiefern versehenen Mäulern je eine Kugel. Diese Drachen sind zum Inneren hin mit Sprungfedern verbunden. Im Falle eines Bebens ließ derjenige Drache, der der Richtung nach dem Beben am nächstens angeordnet ist, seine Kugel (in das Maul einer unter ihm stehenden Kröte) fallen. Dieses Gerät zeigte zwar nicht die Stärke des Bebens, wohl aber, sogar über große Entfernungen, die Richtung an.
Nach den "Aufzeichungen der Östlichen Han-Zeit" (後漢書, Houhanshu) wird die Mechanik dieses Gerätes dem bekannten Erfinder Zhang Heng (張衡, 78-139 n. Chr.) im Jahre 132 n.Chr. zugeschrieben. (S. Nahser (in: Vermessen: Kartographie der Tropen), Berlin (Ethnologisches Museum), 2006, S. 33 f).
Weiterführende Lit.: Needham, J., Science and Civilisation in China, Vol 3, Cambridge, 1959, S. 628 ff.

Letzte Aktualisierung: 05.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.