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Hieratischer Papyrus mit einem Brief an den Bürgermeister von Theben Paser, mit der Erwähnung des Echnaton

Ident. Nr.: P 3040

ObjID: obj:1388687

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratischer Papyrus mit einem Brief an den Bürgermeister von Theben Paser, mit der Erwähnung des Echnaton
Übersetzung: Hieratic papyrus with a letter to the mayor of Thebes Paser, with the mention of Akhenaten
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,8 x 29,6 x 0,03 cm

Objektbeschreibung

Dieser fragmentarische hieratische Brief datiert in die 19. Dynastie in die Regierungszeit Ramses II. Er ist geschrieben an den Bürgermeister von Theben mit Namen Paser. Besondere historische Bedeutung erlangt dieser Brief durch seine Erwähnung der Ketzerei: "Er starb im Regierungsjahr 9 der Ketzerei". Hiermit wird Bezug genommen auf die Zeit des Pharao Echnaton, der in der 18. Dynastie den Monotheismus in Ägypten eingeführt hatte. Seine Nachfolger kehrten zum Polytheismus zurück und verdammten den Pharao Echnaton durch "Nichterwähnung". Dies ist also ein Beispiel für einen sehr seltenen Hinweis in der 19. Dynastie auf diese Zeit des Monotheismus.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).