Logo

Arabisches Pergament aus einem Koran mit Sure 3 und 43 ff.

Ident. Nr.: P 12805

ObjID: obj:1388852

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Sammler*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Arabisches Pergament aus einem Koran mit Sure 3 und 43 ff.
Übersetzung: Arabic parchment from a Koran with Sura 3 and 43 ff.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12,5 x 11,5 x 0,05 cm

Objektbeschreibung

Auf diesem kleinen Pergamentblatt aus dem 8. Jahrhundert nach Christus ist ein Auszug aus der dritten Sure des Korans in arabischer Sprache und Schrift niedergeschrieben. Hier geht es um Gott und Jesus:
„Er wird ihn die Schrift lehren und die Weisheit und die Thora und das Evangelium, und als Gesandten schicken zu den Kindern Israels: Ich komme zu euch mit einem Wunderzeichen … Zur Bestätigung dessen, was schon aus der Thora bekannt ist … Fürchtet Gott und höret auf mich. Wahrlich Gott ist mein Herr und euer Herr, so verehret ihn.
Und als Jesus ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: Wer sind meine Helfer für Gott? Da erwiderten die Apostel: Wir sind Helfer für Gott. Wir glauben an Gott.“
Nach Einzug der Araber in Ägypten im Jahre 641 nach Christus setzte sich allmählich der Gebrauch der arabischen Sprache und Schrift im Lande durch. Die arabische Schreibschrift wurde insbesondere für den Koran verwendet, der ein kalligraphisches Meisterwerk darstellt. Wie der zitierte Textausschnitt dokumentiert, wurden im Islam aber auch christlich-jüdische Gedanken und Texte wie selbstverständlich mitverwendet.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).