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Aramäischer Papyrus mit der Lebensgeschichte des weisen Achiqar

Ident. Nr.: P 13446/F

ObjID: obj:1388863

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Aramäischer Papyrus mit der Lebensgeschichte des weisen Achiqar
Übersetzung: Aramaic papyrus with the story of the wise Achiqar
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 31,5 x 26,8 cm

Objektbeschreibung

Aus Elephantine stammt dieser aramäische Text der Lebensweisheit des Achiqar. Der aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammende Beleg dieses berühmten, in viele Sprachen übersetzen Textes ist das älteste Zeugnis von Achiqar, das wir kennen. Achiqar bekleidete unter Sanherib und Assarhaddon das Amt des königlichen Sieglers. Der Papyrus umfasst mehrere Kolumnen, und die Reihenfolge der einzelnen Fragmente mit den einzelnen Sprüchen der Lebensweisheit konnte nur deshalb festgelegt werden, weil auf der Rückseite ein Kalendarium zu finden ist.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).