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Bakairi-Indianer vor einer Hütte

Ident. Nr.: VIII E 4844

ObjID: obj:1400676

Details (Expert)

Beteiligte
Max Schmidt (16.12.1874 - 26.10.1950),
Fotograf*in
Datierung
1927
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Bakairi,
Ethnie
Material / Technik
auf Karton aufgezogen
Abmessungen
Kartonformat (Foto): 29,5 x 37,1 cm
Bildformat (Foto): 8,7 x 11,5 cm

Objektbeschreibung

Schmidt hielt sich zweimal, 1901 und 1927 bei den Bakairí auf. Da er von seiner ersten Reise lediglich Fotografien der Guato veröffentlichte, die zudem eine deutlich andere Qualität als die hier vorhandenen Bilder der Bakairí aufweisen, ist davon auszugehen, dass die im Inventarbuch nicht weiter bestimmten Fotografien dieser Serie von 1927 stammen.
Auch Qualität und Aufnahmeart sprechen dafür, dass alle vorhandenen Bakairí-Bilder von Schmidt aus der gleichen Zeit stammen. Zumindest eines (VIII E 4861) lässt sich auch anhand der Literatur eindeutig dem Jahr 1927 zuordnen. Bei zahlreichen weiteren kommt zudem der Hinweis zum Tragen, dass sie am Posten Simão Lopez aufgenommen wurden, der nach Schmidts Angaben (1928: 86) zur Zeit der ersten Expedition noch nicht bestand.

Literatur: Schmidt, Max. 1928. Ergebnisse meiner zweijährigen Forschungsreise in Matto Grosso. September 1926 bis August 1928. In: Zeitschrift für Ethnologie (Berlin): 60/1928: 85-124.

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.