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Ident. Nr.: N (30 P 38) 841/1992

ObjID: obj:1403666

Details (Expert)

Datierung
Mitte 19. Jh.
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 3 x 7 cm

Objektbeschreibung

Armband aus geflochtenem Haar. Drei Haartressen aus Hohlgeflecht (geklöppeltes Haar, „Löcherschlag") sind miteinander verdreht. In der Mitte sitzt ein Knopf aus ebenfalls geklöppeltem Haar. Dieser bildet eine fünfschichtige Rosette und ist mit Wachs oder Siegellack am Geflecht befestigt, kein Verschluss. Erhaltungszustand: eine Stelle des Geflechts ist gebrochen

Schmuck aus Haaren stand pars pro toto für einen Menschen und konnte Zeichen der Trauer aber auch freundschaftlicher Verbundenheit oder Verehrung sein. Von England ausgehend verbreitet sich diese Form persönlicher Erinnerungskultur seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und erreicht Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Die kunstvollen Schmuckstücke wurden von spezialisierten Handwerkern (Friseuren, Perückenmachern, Goldschmieden) angefertigt, die später dafür auch Haare zukaufen mussten. Schmuckstücke aus Haaren beeindrucken weniger durch ihren Materialwert, sondern durch ihre kunstvolle, filigrane Herstellung.   

Das Armband wurde von der Vorbesitzerin in Frankfurt/ Main (Handel) erworben.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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