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Ident. Nr.: N (30 P 38) 841/1992

ObjID: obj:1403666

Details (Expert)

Datierung
Mitte 19. Jh.
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 3 x 7 cm

Objektbeschreibung

Armband aus geflochtenem Haar. Drei Haartressen aus Hohlgeflecht (geklöppeltes Haar, „Löcherschlag") sind miteinander verdreht. In der Mitte sitzt ein Knopf aus ebenfalls geklöppeltem Haar. Dieser bildet eine fünfschichtige Rosette und ist mit Wachs oder Siegellack am Geflecht befestigt, kein Verschluss. Erhaltungszustand: eine Stelle des Geflechts ist gebrochen

Schmuck aus Haaren stand pars pro toto für einen Menschen und konnte Zeichen der Trauer aber auch freundschaftlicher Verbundenheit oder Verehrung sein. Von England ausgehend verbreitet sich diese Form persönlicher Erinnerungskultur seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und erreicht Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Die kunstvollen Schmuckstücke wurden von spezialisierten Handwerkern (Friseuren, Perückenmachern, Goldschmieden) angefertigt, die später dafür auch Haare zukaufen mussten. Schmuckstücke aus Haaren beeindrucken weniger durch ihren Materialwert, sondern durch ihre kunstvolle, filigrane Herstellung.   

Das Armband wurde von der Vorbesitzerin in Frankfurt/ Main (Handel) erworben.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.