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Ident. Nr.: N (30 P 38) 841/1992

ObjID: obj:1403666

Details (Expert)

Datierung
Mitte 19. Jh.
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 3 x 7 cm

Objektbeschreibung

Armband aus geflochtenem Haar. Drei Haartressen aus Hohlgeflecht (geklöppeltes Haar, „Löcherschlag") sind miteinander verdreht. In der Mitte sitzt ein Knopf aus ebenfalls geklöppeltem Haar. Dieser bildet eine fünfschichtige Rosette und ist mit Wachs oder Siegellack am Geflecht befestigt, kein Verschluss. Erhaltungszustand: eine Stelle des Geflechts ist gebrochen

Schmuck aus Haaren stand pars pro toto für einen Menschen und konnte Zeichen der Trauer aber auch freundschaftlicher Verbundenheit oder Verehrung sein. Von England ausgehend verbreitet sich diese Form persönlicher Erinnerungskultur seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und erreicht Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Die kunstvollen Schmuckstücke wurden von spezialisierten Handwerkern (Friseuren, Perückenmachern, Goldschmieden) angefertigt, die später dafür auch Haare zukaufen mussten. Schmuckstücke aus Haaren beeindrucken weniger durch ihren Materialwert, sondern durch ihre kunstvolle, filigrane Herstellung.   

Das Armband wurde von der Vorbesitzerin in Frankfurt/ Main (Handel) erworben.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."