Fragment eines Sarkophagdeckels
Ident. Nr.: 3057
ObjID: obj:1420823
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Gudrun Stenzel
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / SBM Archivaufnahme Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / SBM Archivaufnahme Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / SBM Archivaufnahme Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Datierung
- Datierung: Ende 4. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Marmor
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 21,3 x 21 x 9 cm
- Erwerbung
- Eventuell aus der Callixtus-Katakombe in Rom. 1856 aus dem Nachlass von Joseph Maria von Radowitz dem Antiquarium (heutige Antikensammlung) geschenkt. 1894 von dort an die Abteilung der Bildwerke der Christlichen Epochen (heute Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst) überwiesen.
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1420823
Objektbeschreibung
Ein römischer Offizier hat in seinem Haus einen kranken Diener und bittet Christus um heilende Segensworte. Als Christus anbietet, persönlich mitzukommen und den Kranken zu heilen, wehrt der Offizier ab – ihm genügen die Worte. Christus erteilt die Worte, woraufhin der Diener zur selben Stunde gesund wird (Matthäus 8,5-13; Lukas 7,2-10; Johannes 4,47-54). Während Christus mit erhobener Rechter spricht, nimmt der sich leicht verbeugende Offizier einer alten Sitte entsprechend die Gabe mit verhüllten Händen entgegen, wozu er seinen Mantelumhang benutzt. In den Evangelien ist davon keine Rede. Das Bild veranschaulicht durch Körpersprache ein Gleichnis auf den reinen Glauben, dessen geistige Kraft im Wort liegt: Der Offizier empfängt die gesprochenen Worte nicht nur mit dem Ohr, das sein kurzer Haarschnitt unverdeckt läßt. Er empfängt sie außerdem mit seinen verhüllten Händen und empfindet sie daher materiell, als ob er sie einwickeln und nach Hause tragen kann.
(Theun-Mathias Schmidt)
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.de