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Ident. Nr.: D (30 Y 11) 93/1963

ObjID: obj:1423857

Details (Expert)

Datierung
um 1886
Material / Technik
Jet
Abmessungen
Länge: 62 cm

Objektbeschreibung

Die Halskette besteht aus kantig geschliffenen Jetperlen, die nach vorn größer werden. Die Rückseite ist als einzelner Strang gearbeitet, die Vorderseite ist 3-strängig. Am Übergang zu den drei Strängen sitzt ein gleichfalls kantig geschliffenes Dreieck.
Die Kette wurde von Martha Schröder, geb. Käpernick (1863-1947) aus dem Berliner Umland in ihrer Jugendzeit getragen.

Jet ist ein Mineral und wurde zwischen 1840 und 1920 hauptsächlich um Whitby, Nordengland, aber auch in Spanien und Deutschland abgebaut.
Nach dem Tod von Prinz Albert 1861 beschloss Königin Victoria, dass während der Trauerzeit am Hof einzig Jet-Schmuck getragen wird. Diese höfische Mode setzte sich aber auch in der britschen Gesamtbevölkerung als Trauerschmuck (mourning jewellery) durch und verbreitete sich schließlich in ganz Europa.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."