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Statuette der sitzenden Mutter

Ident. Nr.: ohne Inv.-Nr.

ObjID: obj:1425363

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Kurt Lehmann (1905 - 2000),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1931 - 1935 Datierung präzisiert 02/2021; vorher um 1930
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette der sitzenden Mutter
Übersetzung: Statuette of the Artist's Mother, Seated
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 30 x 11,5 x 14,5 cm

Objektbeschreibung

Zwischen 1931 und 1934 nahm Lehmann an Ausstellungen der Berliner Secession und des Deutschen Künstlerbundes teil, was dazu geführt haben mag, dass das vorliegende Werk seinen Weg in die Nationalgalerie fand. Und so ist es auch wahrscheinlich, dass dieses selbst im gleichen Zeitraum entstanden war. Die alte Frau mit strengem Haarknoten und nahezu faltenlosem Gewand sitzt starr und ernst auf einem Hocker. Damit bezeugt die Statuette den Weg Lehmanns (vgl. sein „Liebespaar“, B II 15) zu einer zunehmend abstrakten Figürlichkeit und einer Vereinfachung der Form, charakterisiert durch eine sich scharf abgrenzende Umrisslinie und einen Blick für die innere Dynamik des Motivs. Als Lehmanns Werk durch die Nationalsozialisten geschmäht wurde und er schließlich seine Plastiken aus der Galerie Buchholz entfernen musste, verließ der Bildhauer Berlin. Da er die Möglichkeit erhielt, in der seit 1931 geschlossenen Kunstakademie in Kassel ein Atelier einzurichten, kehrte er dorthin zurück. Dass Lehmann von 1940 bis 1945 als Soldat diente, hat ihn vielleicht dazu veranlasst, sich noch stärker dem Ausdruck der Menschlichkeit zu widmen: Er schuf nun zumeist heitere, schlichte, aber mit einer selbstverständlichen Würde versehene Figuren. Ab 1948 war er als Professor an der Technischen Hochschule in Hannover tätig und fertigte in den 1950er- und 1960er-Jahren zahlreiche Plastiken und Reliefs, die bis heute das Bild der niedersächsischen Landeshauptstadt prägen. | Johanna Yeats

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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