Relieftafel mit der Kreuzigung Christi
Ident. Nr.: 2393
ObjID: obj:1434847
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt CC BY-SA 4.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / SBM Archivaufnahme Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Datierung
- verbale Datierung: 10. Jahrhundert
- Material / Technik
- Elfenbein
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 17,8 x 14,8 x 0,9 cmGewicht: 264 g
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1434847
Objektbeschreibung
Die Bildtafel wird von einer einfachen Randleiste gerahmt. Dargestellt ist die Kreuzigung Christi, die von einem durchbrochenen Baldachin auf zwei spiralig gedrehten Säulen bekrönt wird. Das Baldachindach ist zum Teil weggebrochen. Christus ist mit ausgebreiteten Armen an das Kreuz genagelt. Seine Füße stehen nebeneinander auf einer Fußstütze. Bekleidet ist er mit einem Lendentuch, seinen Kopf umfängt ein Nimbus. Der Gekreuzigte neigt den Kopf seiner Mutter Maria zu, die vom Betrachter aus links unter dem Kreuz steht. Sie führt einen Gewandzipfel an ihr Gesicht, um ihre Tränen zu trocknen. Ihr entspricht auf der rechten Seite der Apostel Johannes, der seine linke Hand trauernd an die Wange legt. Im linken Arm hält er ein Buch. Über den Kreuzarmen weisen zwei Engel, im Brustbild wiedergegeben, mit verhüllten Händen auf den Gekreuzigten. Darüber, auf Höhe einer am Kreuz angebrachten Inschrifttafel, erscheinen Sonne (in Sternform) und Mondsiche, um die kosmische Dimension des Kreuzestodes Christi anzudeuten. Zu Füßen von Johannes kniet ein Bischof, gekleidet in Chiton, Himation und Omophorion. Er kniet sich verneigend vor Christus (Proskynese) und bringt ihm ein Buch dar. Dadurch ist er als Stifter der Tafel gekennzeichnet.
Die Tatsache, dass der Stifter ein Buch darbringt, legt nahe, dass die Tafel Teil eines Buchdeckels war. An der Johannesfigur und der Architektur ließen sich geringe Spuren alter Bemalung sowie alter Vergoldung nachweisen. Sicher war auch die Inschrifttafel des Kreuzesd mit Farbe beschriftet.
Letzte Aktualisierung: 21.05.2026
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Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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sbm@smb.spk-berlin.de