Torso einer Kaiserstatue
Ident. Nr.: 6128
ObjID: obj:1437085
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- Datierung: 4. Jahrhundert
- Material / Technik
- Porphyr
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 96 x 45 x 36 cmGewicht: 236 kg
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1437085
Objektbeschreibung
Ganz in römischer Tradition steht der wenig unterlebensgroße Torso einer
Kaiserstatue aus Porphyr. Dieses purpurfarbene Gestein wurde am Mons
Porphyrites nahe dem Roten Meer gebrochen und war in der Spätantike der
imperialen Repräsentation vorbehalten. Mehrere Statuen verwandten Typs, jedoch
in einem deutlich härteren Stil ausgeführt, stammen aus der Zeit Diokletians
und seiner Mitregenten im ausgehenden 3. Jahrhundert. Abgesehen vom Material
weisen Tracht und Haltung den Dargestellten als Angehörigen des Kaiserhauses
aus. Der weichere Figurenstil ist typisch für die erste Hälfte des 4.
Jahrhunderts, die Zeit Konstantins des Großen und seiner Söhne. Der
Dargestellte trägt die Soldatentracht, bestehend aus einer Tunika, einem
kurzen, auf der rechten Schulter mit einer verzierten Fibel gehaltenen Mantel
und einen breiten Gürtel. Die rechte Hand greift nach einem Schwert, das durch
einen Riemen gestützt wird.
Der Torso wurde 1896 auf dem Gelände des deutschen Konsulats in Alexandria gefunden und 1908 über das Auswärtige Amt nach Berlin vermittelt. 1973 wurde bei Kom el-Dikka, unweit des Fundplatzes des Torsos eine Porphyrplinthe mit zwei Füßen gefunden. Der Ausgräber Zoltan Kiss vermutet, dass sie zum Berliner Torso gehört. Die Oberfläche der Plinthe ist jedoch gegenüber der polierten des Torsos deutlich matter. Sie könnte also auch von einer anderen Statue stammen.
Letzte Aktualisierung: 25.03.2026
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Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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sbm@smb.spk-berlin.de