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Ident. Nr.: N (34 Q) 473/2009,62

ObjID: obj:1439032

Details (Expert)

Datierung
vermutl. 19. Jh.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 15,5 x 18 cm

Objektbeschreibung

Das Haarbild enthält Strähnen hellblonden, dunkelblonden und braunen Haares, die geschnitten und auf Glas geklebt wurden. Im Vordergrund ist eine Art aus Locken gelegte Garbe zu sehen, die von einem Band aus demselben Haar zusammengehalten wird. In deren Schlaufen sind kaum leserliche Initialen aufgetragen, eventuell ein »V« oder ein »U« auf der linken Seite. Den Hintergrund bilden zwei Bäume, möglicherweise Trauerweiden. Die Haare befinden sich durch mehrere Glasplatten auf verschiedenen Ebenen; die innere Glasscheibe ist allerdings gesprungen. Auch der schwarze, ovale Rahmen ist rechts und links gebrochen, das Glas von innen verschmutzt – all dies trägt zu dem düsteren Eindruck des Haarbildes bei. Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner französischer Zeitungsrest.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."