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Erinnerung an Franziska Diebold I

Ident. Nr.: N (34 C) 473/2009,63

ObjID: obj:1439414

Details (Expert)

Datierung
1854
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 21,5 x 23 x 4,5 cm

Objektbeschreibung

Das Haarbild zum Totengedenken zeigt eine Trauerweide, darunter ein von einem Kreuz gezierter Grabstein, der aus mit Sand bemaltem Holz gefertigt ist. Umkränzt wird der Grabstein jeweils von einem Blütenzweig aus weißen Stoffrosen samt Blättern und darum herum einem Blütenzweig aus dunkelbraunen Haaren, verziert mit Perlen. Auch die Trauerweide ist aus dunkelbraunen Haaren gearbeitet.

Das Haarbild erinnert an Franziska Diebold: »Franziska Diebold geb. Flad [?] starb am 28. Nobr 1854. Der Friede sei mit ihrer Asche.«

Die Haararbeit des Blütenkranzes löst sich an manchen Stellen bereits auf. Der Hintergrund macht einen angelaufenen Eindruck; die Silberfarbe des Papiers ist weitgehend abgeplatzt. Auch die am inneren Rand verlaufende Goldborte ist angelaufen.

In der Sammlung des MEK befindet sich ein zweites Haarbild, das derselben Toten gewidmet ist (N (34 C) 473/2009,64). Die generelle Ähnlichkeit der beiden Erinnerungsbilder, aber auch der Blüten- und Blattformen der Haarzweige im Speziellen, lässt darauf schließen, dass es sich um die gleiche Herstellerin oder den gleichen Hersteller gehandelt haben muss. Erstaunlicherweise ist auf dem zweiten Haarbild jedoch der 25. November als Sterbetag angegeben.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."