Menasampulle
Ident. Nr.: 1777
ObjID: obj:1440394
Kontakt
Einrichtung:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
E-Mail:
sbm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Markus Hilbich
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Unbekannt Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Datierung
- verbale Datierung: Ende 5. - Mitte 7. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Heller Ton
- Abmessungen
- Höhe: 9,7 cmDurchmesser: 7 cmDicke: 2,2 mm (linsenförmig)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1440394
Objektbeschreibung
Das flach gewölbte, tönerne Fläschchen besitzt einen aus zwei Hälften zusammengesetzten Gefäßkörper, an den ein Hals mit Ausguss sowie zwei Henkel angefügt sind. Auf beiden Seiten trägt es die reliefierte Darstellung eines Heiligen zwischen zwei knieenden Kamelen, der auf Grund der Ikonografie und von gleichen, inschriftlich bezeichneten Bildern als Menas identifiziert werden kann.
Der Überlieferung zufolge war Menas ein ägyptischer Soldat, der für sein christliches Bekenntnis um 300 n. Chr. das Martyrium erlitt. Über seinem angenommenen Grab bei Alexandrien entstand ab dem 5. Jahrhundert ein ausgedehnter Kirchenkomplex, der sich bald zu einem bedeutenden, überregionalen Pilgerheiligtum entwickelte. Für die Pilger wurden Andenken produziert, deren bekannteste Gattung die der so genannten Menasampullen ist. Wahrscheinlich wurde in die Gefäße geheiligtes Wasser oder Öl abgefüllt, das Schutz vor Unglück gewährleisten sollte.
Letzte Aktualisierung: 06.02.2026
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Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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sbm@smb.spk-berlin.de