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Friesplatte mit Leda und dem Schwan

Ident. Nr.: 4134

ObjID: obj:1440448

Details (Expert)

Datierung
4./5. Jahrhundert
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Ägypten
Material / Technik
Kalkstein
Abmessungen
Höhe x Breite: 22 x 45 cm

Objektbeschreibung

Die erotischen Abenteuer des Zeus haben die Kunst von der Antike bis Picasso immer wieder beschäftigt: Die Schönheit der Königstochter Leda war so unwiderstehlich, dass sich der verliebte Zeus in einen Schwan verwandelte und Leda beim Bad überraschte. Sie gebar daraufhin die berühmte Helena sowie Kastor und Polydeukes. Das Relief schildert mit unschuldigster Direktheit den Höhepunkt jener Begegnung, die sich hier auf dem Rücken eines Meerungeheuers mit einst gehörntem Hundekopf, Pferdebeinen, Fischleib und Fischschwanz ereignet und auf die Überraschung beim Bad hindeutet. So ist denn Leda auch nur noch mit Armreif und Halsband bekleidet. Der Schwan hat sich den Ort der Lust noch nicht ganz erobert und schlägt aufgeregt mit einem Flügel. Leda indessen stützt sich auf ihren rechten Arm, hebt ihr linkes Bein auf das Gefieder ihres Verführers und legt ihre Linke an den Schwanenhals. Wehrte sie noch ab oder liebkoste sie bereits, wie auf einem besser erhaltenen Relief in Kairo?

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.