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Pulayer

Ident. Nr.: n/a

ObjID: obj:1442384

Credit: ehem. Bestand Berliner Anthropologische Gesellschaft, im Besitz SMB-PK, Ethnologisches Museum

Details (Expert)

Beteiligte
Fedor Jagor (30.11.1816 - 11/12.2.1900),
Nachlasser*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Indien,
Land/Region
Anamalli,
Gebirge
Pulayer,
Kaste
Abmessungen
Bildformat (Foto): 7,6 x 11,7 cm
Kartonformat (Foto): 41,7 x 29,8 cm

Objektbeschreibung

3 Männer mit Hüfttuch und freiem Oberkörper sitzen auf Stühlen vor einer provisorischen Leinwand. Zwei von ihnen haben ihre Haare in Tücher geschlungen, der dritte Mann trägt seine zu "Dreadlocks" verfilzten Haare offen über den Oberkörper, der mittlere Mann verschränkt seine Arme über der Brust.

Die Pulaiyans gelten als eine der frühesten Einwohner der Palni-Berge Südindiens, die sich einst durch das Sammeln von Honig und Knollen, später auch von Hirseanbau ernährten. Von der britischen Kolonialadministration wurden sie zu den Scheduled Tribes gelistet. Aufgrund ihrer Tätigkeiten als Strassenkehrer und Gehilfen bei Leichenverbrennungen sind sie nach Vorstellung der Hindus unberührbar (Dalits). Mit dem von der indischen Regierung verordneten Wechsel von Scheduled Tribe zu Scheduled Caste haben die Pulaiyans die "Vorteile" der Scheduled Tribes verloren, die sich durch materielle Begünstigungen manifestierte.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.