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Ident. Nr.: I D 10464

ObjID: obj:144306

Details (Expert)

Beteiligte
Eugen Pander (1888 - 1889),
Sammler*in
Datierung
um 1890
Geografische Bezüge
China,
Land/Region
Abmessungen
Objektmaß: 24,8 x 16 x 19,2 cm
Gewicht: 1,1 kg

Objektbeschreibung

Schädelschale (skt. kapala, tib. thöpa). Schalen aus menschlichen Schädeln, meist eines hochrangigen verstorbenen Lamas, wurden in buddhistischen Ritualen im gesamten Himalaya verwendet. Sie dienten sowohl als Verehrungsgegenstand wie auch als Ritualgerät bei höheren tantrischen Riten. Hierbei wurden sie mit Blut oder anderen Flüssigkeiten als Sinnbild der Lebensgrundlage gefüllt.

Bestehend aus: Untersatz (Messing), menschlicher Kalotte und Deckel (Messing). Die Grundfläche des Untersatzes bildet ein gleichschenkliges Dreieck. Die Seiten sind mit Ornamenten verziert und laufen zunächst senkrecht nach oben und dann in einem Winkel von 45 Grad zu einem halbkreisförmigen Flammenornament aus. In jeder der drei Ecken ist ein Kopf angebracht, vermutlich die drei Lebensalter: Jüngling, Mann, Greis. Die Schädeldecke ist außen poliert und innen mit einem Blechmantel ausgekleidet. Der Deckelgriff hat eine Form eines Vanjra. Der Deckel ist gepunzt und trägt eine Akantusornamentik und die 8 Kostbarkeiten. Das Gerät diente als Blutschale bei den Opfern für die "Schrecklichen Gotterheiten". Attribut des Dyanibuddha "Samvar" der Siddhas und des Padmasambhava. Wird auf Bildern, auf denen das Opfer an die "Schrecklichen Götter" (Herz, ausgerissene Augen, Nase, Zunge, Mund, Ohren, Hände und Füße eines Ungläubigen dargestellt ist, abgebildet.
SM8HF

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum