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kani

Ident. Nr.: III C 1540

ObjID: obj:1445099

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Bey (1882),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Liberia,
Land
historische Bezeichnung: Kruküste,
Gebiet
Kru,
Ethnie
Abmessungen
Objektmaß: 45,5 x 25 x 4 cm (Lagermaß)
Länge: 45 cm
Breite: 23,5 cm

Objektbeschreibung

Ein nur fragmentarisch erhaltener, dreiarmiger Rahmen. Ein Rundholzarm mit einer langen, verdünnten Spitze, die wohl in den Kalebassenresonator eingesteckt war, und ein vierkantiger Arm, der mit seinem halbrund ausgesparten Ende mit Rotangstreifen am Rundholz festgebunden ist. Die Ausspannung der sieben Saiten aus pflanzlichem Material erfolgt zwischen diesen beiden Rahmenseiten. Jedes Saitenende ist mehrmals um den Rundholzarm gewickelt. Am Vierkantholz durch eine Perforation geführt, wird die Saite mehrmals um eine Stabhälfte gewunden. Einige am Vierkantholz hinabgeführte und unter tieferliegenden Wicklungen festgeklemmte Saitenspitzen. Das dritte, in die beiden Spitzen der vorhandenen Arme eingesetzte Rahmenholz und der Resonator fehlen.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.