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Ident. Nr.: I D 36614

ObjID: obj:146194

Details (Expert)

Beteiligte
Charlotte Fröhlich (1956),
Sammler*in
Datierung
Song-Dynastie (Nördliche)
Geografische Bezüge
Material / Technik
Keramik, glasiert
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 48,5 x 20 x 26 cm

Objektbeschreibung

Modell nach Holzsärgen zur Feuerbestattung; Glasurtyp Cizhou-ware.
An der Kopfwand ist plastisch eine Seelentafel auf einem Lotussockel ausgearbeitet, auf der die Schriftzeichen für den Namen des Kaisers Gaozong eingebrannt sind. Auf den vorstehenden Kanten der Seitenwände Zeichnungen von Wächterfiguren unter Wolken. Fußwand mit plastisch gearbeiteter Lotusblume geschmückt. Rechte Seite: Tigerreiter jagt einen Mann, der sich auf einen Baum zu retten sucht, weil Ihm der weitere Fluchtweg durch einen Messerberg (Höllenvorstellung) versperrt ist. Song- Dynastie 960 -1279 n. Chr. (" Text von der Altkartei)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.