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Wächter-Figur (jangseung 長生標)

Ident. Nr.: I D 16399

ObjID: obj:147364

Details (Expert)

Beteiligte
Moritz Schanz (1897/1898),
Sammler*in
Datierung
19. Jh.(2. Hälfte des), vor 1898
Weitere Titel
Sammlungstitel: Wächter-Figur (jangseung 長生標)
Nambang Ch`o´kche (Der Rote Herrscher des Südens)
Übersetzung: village guardian or so called "devil post" (allgemeine Bez.)
Geografische Bezüge
Korea,
Land
Material / Technik
Holz gefasst
Abmessungen
Objektmaß: 291 x 90 x 45 cm
Gewicht: 102 kg

Objektbeschreibung

Die Skulptur stellt einen Wegegott dar.
Auf der Vorderseite befindet sich eine einzeilige chinesische Inschrift: "Der große General unter dem Himmel". (天下第一大將軍). Letztlich publiziert durch Stiller, Maya. In: Schätze aus deutschen Museen. Entdeckung Korea!, 2011. S. 318 f.
Emil Nolde hielt sich zu Studienskizzen um 1900 mehrfach im Königlichen Museum für Völkerkunde zu Berlin auf. Diese Figur benutzte er als Teilmotiv auf einem seiner Gemälde.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.