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Junger Maharadscha & Suite

Ident. Nr.: n/a

ObjID: obj:1482213

Credit: ehem. Bestand Berliner Anthropologische Gesellschaft, im Besitz SMB-PK, Ethnologisches Museum

Details (Expert)

Datierung
vor 1905
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Indien,
Land
Material / Technik
Foto auf Karton aufgezogen
Abmessungen
Bildformat (Foto): 23,3 x 30,8 cm
Kartonformat (Foto): 31,8 x 40 cm

Objektbeschreibung

Gruppenaufnahme von 2 kleinen Jungen und 7 Männern. Man kann nicht erkennen, welcher der beiden Jungen der Maharaja ist. Beide sitzen auf einem breiten Sessel, tragen prächtige Turbane und Kleidung, Schmuck und Schuhe. Ihre 7 Begleiter sitzen und stehen neben und hinter ihnen. 5 von ihnen tragen die Turbane, die wie eine Kordel gedreht und um den Kopf gewickelt sind (siehe auch P 15742). Sie tragen ebenfalls reich bestickte Kleidung und Waffen. Die anderen beiden Männer am rechten Bildrand sind dezenter gekleidet. Der auf dem Stuhl Sitzende ist barfuß und hält ein Buch in seiner rechten Hand. Der Mann hinter ihm ist vermutlich ein Parse (typische Parsi-Kopfbedeckung).

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.