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Marg. Barbara Hörmann

Ident. Nr.: N (34 Q) 473/2009,84

ObjID: obj:1482277

Details (Expert)

Datierung
1917
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 31 x 23 x 5 cm

Objektbeschreibung

Das Haarbild zeigt frontal ein Grabmal unter Bäumen – möglicherweise Trauerweiden, vielleicht aber auch Palmen, die ebenfalls zu den Totenbäumen gehören. Auch im Hintergrund sind zwei Bäume zu sehen, die nicht eindeutig identifiziert werden können, Zypressen oder Pappeln. Wie der Boden sind die Bäume in Haarklebetechnik gefertigt. Ein gedruckter Zettel verweist auf die Verstorbene, der das Andenken gilt: »Marg. Barbara / Hörmann / geboren 3. Aug. 1855 / gestorben 17. Okt. 1917 / Psalm 9, / Vers 11-12«. Der Draht, der das Grabmal konturiert, ist zum Teil verrutscht. Der verglaste Reliefrahmen wurde mit Gips grundiert und lasiert. An verschiedenen Stellen platzt der Gips vom Rahmen.

Ungewöhnlich ist die Tiefenwirkung des Bildes: Sie wird durch den Einsatz mehrerer Glasplatten erzielt. Da sich die das Grab überwölbenden Bäume auf verschiedenen Ebenen befinden, rufen sie unterschiedliche Schattenwirkung hervor. Der plastische Effekt des Grabmals entsteht durch die abweichende Ausrichtung der parallel liegenden Haare an dessen Seiten.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."