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Blick aus Menzels Schlafzimmerfenster in der Ritterstraße, im Vordergrund Holzlagerplatz

Ident. Nr.: SZ Menzel Skb.10, S.4/5

ObjID: obj:1482385

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1864
Systematik/Art
Provenienz
Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
bis 1992
Material / Technik
Bleistift auf Papier
Abmessungen
Blattmaß: 20,3 x 11,5 cm

Objektbeschreibung

Der von Menzel weit ausgelegte Zeitrahmen (1850-1864) für dieses nur 68 Seiten umfassende Skizzenbuch verunsichert eher, denn der überwiegende Teil des Inhaltes stammt allein von der Sommerreise 1850 über Meißen und Dresden in den Harz. Wenige Skizzen gehören offensichtlich nicht in diesen Zusammenhang, sind durchaus viel später gezeichnet.
Daheim entstanden ist das hier gezeigte Nachfolgeblatt zu den drei Hinterhof-Gemälden von 1847. Der gezeichnete Ausschnitt markiert in etwa denselben Blick aus dem Fenster, der auch auf dem „Schlafzimmer des Künstlers in der Ritterstraße“ (Nationalgalerie. SMB) erkennbar ist.
Man nimmt inzwischen eingetretene bauliche Veränderungen wahr: Links erhebt sich ein unfertiger Neubau anstelle der ehemaligen Fachwerkscheune, das rechts daneben liegende, 1847 ehemals walmdachgedeckte Wohnhaus ist nun Ruine. Unsere Skizze ist wahrscheinlich ein Blatt zur Erinnerung, das Menzel kurz vor seinem Auszug aus der Ritterstraße Anfang bis Mitte 1864 anfertigte.

Text: Andreas Heese, in: Adolph Menzel. Radikal Real. hg. von Bernhard Maaz, München, 2008, S. 89, Kat. 52

Letzte Aktualisierung: 06.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Die Chinesinnen ist eine der wenigen exakt datierten Gouache-Malereien aus dem legendären Kinderalbum Adolph Menzels. Der selbst nachfolgelos gebliebene Künstler hatte die über zwei Jahrzehnte hinweg entstandene Sammlung von ursprünglich 44 Blättern den Kindern seiner Schwester zugeeignet. Etliche Studien nach Fasanen und Chinesen in zwei Skizzenbüchern der Jahre 1867/68 sowie die exakte Datierung lassen vermuten, dass Menzel hier Eindrücke eines Besuchs auf der Weltausstellung während seiner zweiten Paris-Reise 1867 im Bilde verdichtet. Die Verschmelzung der beiden, aus Menschen und Tieren bestehenden Motivgruppen zu einer überaus lebendigen und heiteren Handlung kulminiert in den Farbanalogien der Kleider und Gefieder im Umfeld eines chromatisch ansonsten eher reduzierten Bildraums. Der Betrachter reist, voll gebannt von dem Zauber, gleich mehrfach mit den Augen des Künstlers: nach Paris, ins ferne Asien und ins so märchenhafte wie artifizielle Reich seiner Künste. Text: Hein-Th. Schulze Altcappenberg, in: Wir suchen das Weite. Reisebilder von Albrecht Dürer bis Olafur Eliasson im Kupferstichkabinett, hg. von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Ina Dinter, Berlin 2016, S. 92Chinese Women is one of the few precisely dated gouache paintings from Adolph Menzel’s legendary Kinder-Album. The artist, who was childless, dedicated the collection of originally 44 sheets to the children of his sister. Several studies of pheasants and Chinese subjects in two sketch books from the years 1867/68 and the exact dating lead us to suspect that Menzel was recording impressions of his visit to the world exhibition during his second trip to Paris in 1867. The fusion of the two motifs, consisting of human beings and animals, to a quite lively and cheerful plot culminates in the analogous colors of the clothing and the feathers inside the visual field, otherwise reduced in its use of color. While examining this image, the beholder, spellbound by its magic, travels in several aspects with the eyes of the artist: to Paris, to distant Asia and to the fairy-tale, artificial realm of his arts. Text: Hein-Th. Schulze Altcappenberg, in: We’re off then. Travel Pictures from Albrecht Dürer to Olafur Eliasson in the Kupferstichkabinett, published by Hein-Th. Schulze Altcappenberg and Ina Dinter, Berlin 2016, p. 92

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