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Ident. Nr.: I D 36038

ObjID: obj:148484

Details (Expert)

Beteiligte
Walther Stötzner (1882 - 1965),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Korea,
Land
Material / Technik
Seidendamast
Abmessungen
Länge x Breite: 119 x 216 cm (über die Ärmel)

Objektbeschreibung

Gewand einer Mudang beim Kutt-Fest für den 4. Tanz, aus tintenblauer, gazeartiger Seide, die waffelartig in sich gemustert ist. Teile des Leibchens haben eingewebte Drachenmedaillons. Das Gewand hat koreanischen Schnitt mit einem kurzen anliegenden Leibchen und sehr langen weiten Ärmeln und ist vorn durchgehend offen. Es hat einen kleinen Schalkragen aus weißer Seide und im Nacken eine weiße rhombische Platte.
Die Ärmel sind an den Enden mit weißen Seidenteilen verlängert. Der lange und weite Rock ist mit kleinen Falten am Leibchen genäht. Auf der Brust unter dem Kragen sind 2 lange Bindebänder aus dem gleichen Stoff angenäht, mit denen das Gewand zugebunden wird. Es ist vielfach geflickt und in einem löcherigen Zustand.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.