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Ident. Nr.: D (35 M 89) 614/1991

ObjID: obj:1494770

Details (Expert)

Datierung
um 1964
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 90 x 40 x 75 cm

Objektbeschreibung

Beigefarbener geflochtener Korbwagen mit beweglichem Dach, der Metallgriff (Schieber) ist z.T. mit Plaste ummantelt, die vier Räder haben eine Blechabdeckung. Zwischen den Schieberstangen gibt es eine kleine, mit Klappdeckel versehene Aufbewahrung. Innen ist der Wagen mit Kunststoff ausgeschlagen. Dazu gehört eine grau gestreifte Matratze.

Der Wagen wurde um 1964 zur Geburt der Tochter des Vorbesitzers in Berlin geschenkt.
Ursprünglich waren Puppen- und Kinderwagen aus Peddigrohr geflochten und mit weißer Lackfarbe gespritzt. Puppenwagen waren oft kleinere Ausführungen zeitgenössischer Kinderwagen. Für die 1960er-Jahre waren gerundete, tiefe Formen charakteristisch. Neue Materialien, wie hier Peddigen, ein endloser Kunststoffschlauch, kamen auf. Kunststoffe galten als modern und ließen sich leicht reinigen. Solche Puppenwagen wurden seriell beispielsweise von der Firma Record-Winkelstäter in Michelau in Oberfranken gefertigt und unter der Produktmarke „Hecker" angeboten. Die Flecht-Staken sind hier aus Peddigrohr, Peddigen wurde nur zum Ausflechten verwendet. Besonders aufwändig ist die Wulstflechtung am Verdeck gearbeitet, dafür gab es drauf spezialisierte Flechter*innen.

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."