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Ansicht des ehemaligen Franziskaner-Klosters St. Bernardin zwischen Portoroz und Piran in Istrien, Slowenien

Ident. Nr.: SM 3.39

ObjID: obj:1502846

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
J. Honig, J HONIG & ZOONEN,
Papierherstellung
Datierung
Herstellung: 1803
Abmessungen
Blattmaß: 20,9 x 34,6 cm
Wasserzeichenmaß: 6,9 x 10,7 cm

Objektbeschreibung

Auf dem Blatt bezeichnet "Convento presso 'Pirano in Istria". Von Wolzogen (1862) und Koch (2006) dementsprechend "Kloster nahe bei Pirano" betitelt, konnte das Ensemble vom Verf. als das ehemalige Franziskaner-Kloster San Bernardino an der Küste östlich von Piran identifiziert werden. Nur der Kirchturm und die markante, vom Zeichner leicht überhöhte, in Form von Nischen-Arkaden gegliederte Uferbefestigung sind erhalten. Schinkel wird - wie in der Ansicht der Stadtkirche von Piran (SM 3.40) - mit Blick vom Meer aus besonders die bühnenhafte Exposition der Gebäude über den sockelnden Substruktionen interessiert haben.
Text: Heinrich Schulze Altcappenberg (August 2011).

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)