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Blick auf Edinburgh vom National Monument auf dem Calton Hill

Ident. Nr.: SM 12.13

ObjID: obj:1503315

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1826
Abmessungen
Blattmaß: 14,0 x 34,8 cm

Objektbeschreibung

Im Gegensatz zu seinen Reisen durch Italien, auf denen Schinkel die historische Kulturlandschaft studierte, standen während des Aufenthalts in England neue Bauaufgaben im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit, die das Industriezeitalter hervorgebracht hatte. Korrespondierend zu der Ökonomie der Industrialisierung sind die Zeichnungen kleineren Formats und in der Wahl der Zeichenmittel auf Graphitstift, zum Teil überarbeitet mit Feder in Schwarz oder Braun, beschränkt. Wohl nutzte Schinkel auch die in Preußen noch weitgehend unbekannte, in England aber bereits verbreitete Stahlfeder, die er dort kennen gelernt. Eine der wenigen etwas größer und detail reicher angelegten englischen Arbeiten ist der Blick auf Edinburgh vom National Monument. Der Ausschnitt von einem höher gelegenen Standpunkt aus entsprach wohl einer Vorliebe Schinkels für panoramatische Stadt- und Landschaftsveduten, wie er sie vielfach auch in Italien schuf (vgl. Inv. SM 1b.26; Inv. SM 1b.28). Der Blick vom Calton Hill, auf dem sich das National Monument in Form eines Tempels im antiken Stil noch im Bau befand, hinunter auf die schottische Hauptstadt verdeutlicht ihre besondere Struktur: das historische Castle auf einem Hügel im Zentrum, umgeben von einigen Freiflächen und der neueren städtischen Bebauung. Die besondere Beachtung Schinkels dürfte die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nach einem Rastersystem angelegten Neustadt auf der rechten Seite hervorgerufen haben, die von der ebenfalls neu geschaffenen breiten Princess Street vom Altstadtbereich wie abgetrennt erscheint, verbunden nur durch eine weitere, annähernd bild parallel verlaufende Schneise, auf der eine Straße über eine mächtige Brücke in den Süden der Stadt führt.
Text: Nadine Rottau (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)