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Undine. Oper von E. T. A. Hoffmann. Entwurf der 10. Dekoration. Kühleborns Wasserpalast

Ident. Nr.: SM 22c.173 = SM C.30 (alt)

ObjID: obj:1504401

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1815/1816
Abmessungen
Blattmaß: 33,2 x 56,4 cm

Objektbeschreibung

Das Schlussbild der Zauberoper "Undine" zeigt den grün schimmernden Wasserpalast als phantastisches Traumgebilde des Wassergeistes Kühleborn. Er hat gesiegt, Undine ist in sein unterirdisches Reich zurückgekehrt und mit ihr der Sterbliche Huldbrand, der nun selbst zum Wassergeist geworden ist. Zu sehen ist das dreibogige Portal des mit Korallen, Perlen und Muscheln geschmückten Wasserschlosses. In der mittleren Arkade erscheint Kühleborn als kalte Lichtgestalt mit ausgebreiteten Armen. Zu seinen Füßen sitzt, wie eine heidnische Pietà, Undine mit dem toten Huldbrand im Arm. Im Vordergrund haben sich Wassergeister und Seenixen zu einem Reigen versammelt. Die Handlung auf der Bühne ist stillgestellt: Die Schauspieler haben sich zu einem lebenden Bild und abschließenden Lied versammelt.
Text: Anna Marie Pfäfflin (2011)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)